Jürgens Kellerbahn
Bei dieser "kleinen" digitalen N-Anlage (DCC, ca. 2,8 X 1,6 m) _steht eindeutig der Fahrbetrieb im Vordergrund. Hier entsteht ein großer Durchgangsbahnhof mit mittelgroßem Bw (Drehscheibe und 6gl. Lokschuppen) zwischen zwei Kehrschleifen (Prinzip Hundknochen) für alle Traktionsarten -
Elloks müssen aber vorerst noch ohne Oberleitung auskommen (und alle
Züge vorerst ohne Signale...). Eine kurze rein analoge Stichstrecke zu einem Museums-Kopfbahnhof (in Planung!) erlaubt den Betrieb nicht-digitalisierter "Schätzchen", in die beim besten Willen kein Decoder unterzubringen war. Die etwa 35 Weichen werden einzeln über selbstgebaute Stellpulte geschaltet.
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_Irgendwann kommt wohl jeder anlagenbauende Modellbahner nicht umhin
festzustellen: Ich habe zu viel Loks und Waggons - die kriege ich nie auf
der Anlage unter!! Vielleicht sind auch Gespräche mit seinen
Eisenbahnfreunden vom MEC Tarp nicht ganz unschuldig an dem Entschluß, unter der bereits fertig
begleisten Anlage nachträglich (!) einen Schattenbahnhof zu bauen.
Dieser und die 2-gleisige Wendel sind inzwischen betriebsbereit (9 Abstellgleise, 16 Weichen, ca. 50 m Flexgleis), auch die
zusätzlichen paar Kabel (ca. 300?) und zahllose Steckverbindungen verrichten zuverlässig ihren Dienst und leiten Strom dahin, wo er gebraucht wird.
_Als
Steuerung/Besetztmeldung nutzen wir beide das gleiche, zuverlässige
System (s. den bisher 3-teiligen Bericht über meine eigenen Aktivitäten
zu Hause), mein Freund Roman hatte einfach die doppelte Anzahl der
Platinen geätzt und bestückt… . Die Gleisanwahl im Schattenbahnhof
erfolgt per Fahrstraßenschaltung (Diodenmatrix) mit Start/Ziel-Tastern.
Die Größe der inzwischen erhältlichen Decoder macht es möglich: Viele
seiner Triebfahrzeuge hat Jürgen schon für das DCC-System (Lenz)
umgerüstet, vornehmlich mit den Gold-Decodern (so hält er sich die
Option offen, später das ABC-System mit automatischer Abbremsung vor
roten Signalen nutzen zu können). Damit auch extrem umbauunwillige, aber
liebgewonnene Loks einsetzbar sind kann die Anlage auch analog
betrieben werden (deshalb auch die vielen Kippschalter im Stellpult für
abschaltbare Gleisabschnitte).
_Für
einen eventuellen Umzug (oder gar der Teilnahme an einer der vielen
Modellbaumessen?) ist die Anlage komplett zerlegbar - und zwar incl. Schattenbahnhof! Die 60 X 60 bis maximal 90 X 100 cm großen Segmente
passen hochkant durch die schmale Kellertür und sind elektrisch komplett
mit (SCART- oder SUB-D-) Steckverbindungen ausgerüstet. Die
Schienenverbinder an den Übergängen zum Nachbarsegment lassen sich auf
eine Seite schieben und so die Gleise trennen (auf Grund
der Vielzahl der Übergänge eine Heidenarbeit!). Ein großer Vorteil dieses
Konzeptes: Einzelne Segmente kann man bequem auf der Arbeitsplatte bearbeiten; jeder Modellbahner, dem schon mal heißes
Lötzinn beim Überkopflöten ins Gesicht getropft ist, weiß was ich meine.
Auch positiv zu vermelden: Die daraus folgenden zahlreichen
Strom-Einspeisungen ins Gleis.
Nachteile: Viele, sehr viele Extra-Lötstellen (und damit potentielle
Fehlerquellen!), und Trennfugen in der Landschaft, die sich wohl nicht
alle komplett wegtarnen lassen...
Jürgen
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